Der Rotstift

Sozialdemokratische AHS-GewerkschafterInnen eindeutig gegen Verländerung des Schulwesens

21. Oktober 2010

Schulreform für die SchülerInnen und nicht für Landeshauptleute

Als ob die Schulen nicht schon genug andere Probleme hätten: Mit großem Unbehagen bemerken die sozialdemokratischen AHS-GewerkschafterInnen neue Versuche, das österreichische Schulwesen zu "verländern".

 

Wie auch die VertreterInnen der Elternschaft und der SchülerInnen können die sozialdemokratischen AHS-GewerkschafterInnen nich den geringsten Vorteil, aber eine Menge Nachteile in der Verländerung erblicken: "Lesen die Landeshauptleute keine internationalen Zeitungen? Sind sie über die gewaltigen Schwierigkeiten, die Verprovinzialisierung und den Kantönligeist, die den Schulwesen von Deutschland, Spanien oder von der Schweiz bereiten, nicht informiert?", fragt sich der Vorsitzende der FSG-AHS, Mag. Michael Zahradnik, kopfschüttelnd.

 

"Wir wollen nicht unterschiedliche Schulformen und Schulsysteme in den einzelnen Bundesländern. Wir brauchen keine Schulreformen, die sich auf Machtspielchen oder Einsparungen beschränken. Wir wollen endlich jene Schulreformen, die auch unseren SchülerInnen etwas bringen: deutlich kleinere Klassen, bessere Unterstützung durch PsychologInnen, SozialarbeiterInnen, PsychagogInnen, DolmetscherInnen, FreitzeitpädagogInnen und so weiter."

 

Zahradnik rät aber auch, mehr gegen den sich bereits abzeichnenden LehrerInnenmangel zu tun. "Unser Beruf muss wieder deutlich attraktiver gemacht werden, durhc bessere Anfangsbezüge, mehr Wertschätzung seitens des Dienstgebers und der veröffentlichten Meinung. Sonst wird der skurrile Fall eintreten, dass die Bundesländer LehrerInnen für sich vereinnahmen wollen, die es immer weniger geben wird", so Zahradnik abschließend.

 

Mag. Michael ZAHRADNIK

Vorsitzender der FSG-AHS

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