Wer braucht den Landesschulrat?
21. September 2010
Einige Anmerkungen zu einer Verwaltungsreform
Die Diskussion, ob alle LehrerInnen in die Hoheit des Bundes oder der Länder gehören sollen, dient augenscheinlich nur der Verzögerung einer dringend notwendigen Verwaltungsreform. Aber wo zuerst beginnen? Und wen soll es treffen?
Die Unterrichtsministerin hat es schon gefordert, die Schulen können es sich gut vorstellen, die LehrerInnen sowieso – die Abschaffung der Landesschulräte. In Oberösterreich schlug bemerkenswerterweise schon der ehemalige Landesschulratspräsident Dr. Johannes Riedl anlässlich seiner Pensionierung die Auflösung seiner eigenen Institution vor, und er muss es ja wohl wissen. In unserem Bundesland ist gerade die Arbeit der LSR-Inspektoren ins Gerede gekommen. Die aktuelle Performance der LSI von HAK und HUM, die HTL sei hier explizit ausgenommen, hat viele LehrerInnen, PersonalvertreterInnen und GewerkschafterInnen verärgert. Statt pädagogische Unterstützung zu bieten, Beratung von KollegInnen zu leisten, wird Chaos produziert. Genannt sei nur die Farce um die Mathematikstunden im Rahmen der neuen Zentralmatura, die Benotung der LehrerInnen im Rahmen einer PR-Aktion und das subjektive und willkürlich erscheinende Abweisen von Reifeprüfungsthemen.
Nun brächte mit Sicherheit die Abschaffung beispielsweise des Bundesrates sehr viel Geld, ohne dass dieser wirklich irgendjemandem fehlte. Die Landesschulräte müssten den Nachweis ihrer Existenzberechtigung noch erbringen, für Vorschläge dahingehend bin ich dankbar!
Dr. Adolf Brunnthaler

