SP-Einsatz für Neue Mittelschulen in OÖ geht weiter
16. Februar 2010
Frais: „Oberösterreichs Schüler und Lehrer werden Opfer eines üblen ÖVP-Doppelspiels!“
„Auch wenn 29 der 55 oberösterreichischen Schulversuche für Neue Mittelschulen vorerst an der Blockade der Bundes-ÖVP gescheitert sind, setzen wir unseren Einsatz für die Neuen Mittelschulen konsequent fort. Denn Fakt ist, dass Oberösterreich gemeinsam mit Salzburg über die geringste Dichte an Neuen Mittelschulen unter allen Bundesländern verfügt“, so SP-Klubobmann Dr. Karl Frais.
Klar ist für die SPÖ auch, dass sich Oberösterreich nicht mit alibiartigen Ersatzlösungen für die abgelehnten Schulversuche zufrieden geben darf. „In zahlreichen Gesprächen mit SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern ist immer wieder deutlich herausgekommen, dass Neue Mittelschulen und nicht irgendwelche Ersatzlösungen gewollt werden“, betont Frais. Die Zusammenarbeit von AHS/BHS- und HauptschullehrerInnen, die verbesserten pädagogischen Maßnahmen und die verstärkten Förderungen sind wesentliche Erfolgsfaktoren der Neuen Mittelschule.
Die Landes-ÖVP treibt indes ein übles Doppelspiel rund um die Neue Mittelschulen. Vordergründig wird Zustimmung signalisiert, doch tatsächlich hat die Landes-ÖVP jeden erkennbaren Einsatz gegenüber ihrer ÖVP-Bundespartei vermissen lassen und damit für interessierte Beobachter erkennbar gemacht, dass für Landeshauptmann Pühringer und Bildungsreferentin Hummer die Neuen Mittelschulen kein wirkliches Anliegen sind. Zudem werden die von der ÖVP angekündigten „Ersatzlösungen“ ohne AHS/BHS-Lehrer von Bildungsexperten sehr kritisch gesehen.
„Wir jagen daher nicht irgendwelchen Ersatzlösungs-Phantomen nach, sondern setzen uns für die Genehmigung der abgelehnten Neuen Mittelschulstandorte zumindest für das Schuljahr 2011/12 ein. Denn unser Bildungssystem braucht positive Perspektiven und keine weitere Zerfledderung!“, so Frais.

