Der Rotstift

Aktion kritischer SchülerInnen: Gesamtschule jetzt!

9. November 2009

Die Anzahl der Anträge nach Genehmigung des Schulversuchs 'Neue Mittelschule' steigt kontinuierlich. Die hohe Nachfrage zeigt ganz klar, dass der Bedarf an einer gemeinsamen Schulform immer größer wird und dass diese pädagogisch, integrativ und bezüglich sozialer Gerechtigkeit die einzige und vor allem die notwendige Alternative zum differenzierten Schulsystem ist", so Iris Schwarzenbacher, Vorsitzende der Aktion kritischer SchülerInnen. "Nun liegt es an der Politik, zu handeln und eine flächendeckende gemeinsame Schule der 6- bis 14-Jährigen einzuführen."

Das heutige österreichische Bildungssystem sei laut Schwarzenbacher sozial stark selektiv und biete Kindern und Jugendlichen aus verschiedenen sozialen Hintergründen nicht annähernd die gleichen Chancen. Der Schulversuch "Neue Mittelschule" sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und dürfe nicht durch lächerliche und den Fortschritt hemmende Regelungen wie der Zehn-Prozent-Klausel beeinträchtigt werden. Jede Schule, egal ob in Oberösterreich oder Vorarlberg, solle die Möglichkeit zu einer gemeinsamen Schulform bekommen, so Schwarzenbacher am Dienstag.
"Die 'Neue Mittelschule' darf allerdings nur als Übergangsprojekt gesehen werden, langfristiges Ziel muss die flächendeckende Einführung der gemeinsamen Schule der 6- bis 14-Jährigen sein", fordert die SchülerInnenvertreterin die Politik zum Handeln auf.

"Die 'Neue Mittelschule' hat aufgezeigt, dass LehrerInnen, Eltern und vor allem SchülerInnen Veränderungen in Richtung einer gemeinsamen Schule begrüßen. Insbesondere die ÖVP muss endlich ihre Blockadehaltung aufgeben und Veränderungen im Bildungswesen zulassen. Ein selektives, differenziertes Schulsystem ist nicht zeitgemäß und muss daher schnellstmöglich durch eine sozial gerechte Schule ersetzt werden!", schließt Schwarzenbacher.

Rückfragehinweis: Iris Schwarzenbacher, Vorsitzende der Aktion kritischer SchülerInnen, 0699/11408142, iris.schwarzenbacher@aks.at

Rückfragehinweis: SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien Tel.: 01/53427-275 http://www.spoe.at/impressum

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